Aufnahme in unsere Schule |
Aufnahme in die Volksschule Wenn ihr Kind bis 1.September des kommenden Schuljahres sechs Jahre alt wird und in der Marktgemeinde Königsbrunn bzw. in Unterstockstall gemeldet ist, erhalten Sie Ende September des laufenden Schuljahres von der Direktion eine Einladung mit genauen Informationen zur Schuleinschreibung. Dieses Gespräch mit dem Kind und einem Erziehungsberechtigten findet im Oktober statt und dient einem ersten Kennen lernen und der Aufnahme der Daten. Im Rahmen dieses Gesprächs erhält ihr Kind eine weitere Einladung zu einem Schnuppertag in der Schule. An diesem Tag lernt es in einer Gruppe anderer Kinder einen Teil der Schule kennen. Mit den Schnupperkindern wird gebastelt, gegessen, geturnt und bei vielen Aktivitäten die Schulreife genauer überprüft. Ist ihr Kind schulreif, wird es in die erste Klasse aufgenommen. Sollte sich am Schnuppertag herausstellen, dass es zwar schulpflichtig aber noch nicht schulreif ist, wird es vorläufig in die Vorschulstufe aufgenommen. Sie erhalten dazu einen schriftlichen Bescheid. Vorzeitige Aufnahme Auf Antrag der Eltern können Kinder, die bis 1. März des kommenden Schuljahres das 6. Lebensjahr vollenden und schulreif sind, in die Schule aufgenommen werden. Der Antrag dazu muss in der Schule gestellt werden. Über die Aufnahme entscheidet schriftlich die Schulleitung, nachdem ein schulärztliches und ein eventuelles schulpsychologisches Gutachten erstellt worden ist. Schulreife Die Schulreife des Kindes hat sich als Abschluss einer Entwicklung vom Kleinkind durch den Entwicklungsschub vor oder um das 6. Lebensjahr herausgebildet: Kennzeichen dieses Entwicklungsschubes sind die Entwicklung des selbständigen Denkens, die Autonomieentwicklung und die Gewissensentwicklung. Schulreife zeigt sich als 1) Körperliche Schulreife Der Gestaltwandel ist vollzogen. Aus dem Kleinkind entsteht nun das völlig anders proportionierte Schulkind: Der Kopf wirkt im Verhältnis zum Körper kleiner, der Rumpf wirkt verkleinert, weniger fettreich, die Muskulatur zeichnet sich ab, die Schulter wird breiter als die Beckenbreite, die Taille beginnt sich abzuzeichnen. Die Arme und Beine werden länger. Der Bewegungsapparat wird insgesamt leistungsfähiger – auch die Finger die sich nun leichter lenken lassen. Es entwickelt sich eine eindeutige Seitendominanz für Auge Hand und Bein. Es schwindet mehr und mehr die Mitbewegung von Rumpf und Zunge, wenn das Kind etwas tut. Durch die Unterstützung einer gesammelten Körperhaltung erreichen die Kinder gute Konzentration. Es kommt gleichzeitig zu einer Hirnreifung, und es ergibt sich die nötige Handgeschicklichkeit für das Schreiben. 2) Emotionale Schulreife Das Kind ist psychisch reif, auch außerhalb
der Familie belehrt zu werden. Es ist fähig, Frustrationen
durch sachliche Kritik anzunehmen. Es kann Konflikte erkennen und
beginnt, sie mit Worten zu bereinigen. Es braucht dazu viel an Vorbild
von Seiten der Erwachsenen. So z.B.: Modelle, wie Konflikte erkannt,
ausgesprochen, diskutiert und bereinigt werden können. Das Kind ist nun so autonom, dass es ohne dauernden, unmittelbaren Schutz der Eltern selbstsicher bestehen kann. 3) Soziale Reife Das Kind ist imstande, in der Gruppe der Gleichaltrigen Wissen aufzunehmen, zuzuhören, ohne ständig selbst etwas sprechen oder tun zu müssen. Es hat ein gereiftes Aufgabenbewusstsein. Es ist gewillt, sich Regeln zu unterwerfen und kann auch Dinge, die nicht unbedingt spannend und abwechslungsreich sind, auf Wunsch erledigen. Es verlangt gerechte Behandlung (auch im Spiel), sonst fühlt es sich nicht ernst genommen, und sein Selbstwertgefühl leidet. Das Kind unterscheidet zwischen „mein“ und „dein“ – respektiert den Besitz und den Platz anderer. Es kann mit anderen Kindern längere Zeit an einer gemeinsamen Aufgabe zusammenarbeiten, andere dabei anerkennen und sich mit anderen freuen lernen. Es erlernt Fairness und seine Stärken und Schwächen kennen. Das Kind ist imstande, für andere mehr Verantwortung zu tragen (Haustiere,…) – natürlich noch nicht in vollem Umfang – es braucht noch die Erinnerung der Eltern. 4) Intellektuelle Schulreife Das Kind beherrscht weitgehend die Muttersprache, kann sich klar ausdrücken, Fragen konkret beantworten und Wünsche verständlich formulieren. Sein Zeichenverständnis ist so entwickelt, dass Lesen, Rechnen und Schreiben begonnen werden kann. Die Ausbildung der Konzentration befähigen das Kind, länger bei ein- und derselben Sache zu bleiben. Das Denken ist mehr und mehr objektiv zentriert – logische Vorstellungsmuster kommen zu den subjektiven. |